Eine Handtasche ist nicht alles, aber ohne Handtasche ist alles nichts
Eine Dame ist nur in zwei Situationen wehrlos, behauptet ein Sprichwort: nach dem Lackieren ihrer Fingernägel - und wenn sie ihre Handtasche nicht in Griffweite hat. Tatsächlich gilt das kleine (oder auch größere) Behältnis vielen Frauen als das unverzichtbarste aller Accessoires. Und das ist nur logisch, dient die Handtasche doch nicht allein als Transportmittel wichtiger Alltagsutensilien, sondern zugleich als individuelles Statement, das viel über seine Trägerin aussagt. Dabei muss man keine ausgemachte Fashionista sein, um zu wissen: eine ausdrucksstarke Tasche vermag ein Outfit auf ein ganz neues Fashion-Level zu heben - oder komplett zu zerstören.
Handtaschen: Eine kleine Geschichte
Frühe Formen der Handtasche existierten bereits in der Antike: aus Leder gefertigt, wurden sie am Gürtel befestigt und dienten in erster Linie als recht schmucklose Geldbörse. Erst ab der Barockzeit kamen Taschen auf, die man aufgrund der immer enger werdenden Kleidung nicht mehr unter der Kleidung, sondern am Handgelenk trug. Die deutlich erhöhte Sichtbarkeit brachte einige Neuerungen mit sich: das rustikale Leder wurde durch feinere und leicht verzierbare Materialien wie Seide abgelöst, zudem wich die knautschige Beutel-Optik einem größeren, eckigen Design, das durch einen Metallrahmen in Form gehalten wurde.
Heutzutage ist die Welt der Handtaschen fast unüberschaubar geworden. Ob aus Leder, Stoff oder Metall, ob mit Gürtel, Henkeln oder Schulterriemchen - für jeden Charakter und jede Gelegenheit existiert ein passendes Modell. In diesem Handtaschen-Guide zeigen wir Ihnen die wichtigsten Trends und Kombinationen.
Clutches
Eleganz pur: die Clutch ist die typische Tasche der Wahl für die Abendstunden und wie gemacht für den stilvollen Auftritt. Trotz ihrer modernen Anmutung ist sie schon eine Seniorin der Handtaschen-Mode: bereits in den 20er Jahren standen Frauen auf den unkomplizierten, kompakten Look, der sich aus der klassischen Brieftasche entwickelte.
Neben ihrer handlichen Größe und rechteckigen Form zeichnet sie sich häufig dadurch aus, dass sie auf feste Henkel verzichtet und stattdessen auf Handschlaufen oder grazile Schulterriemchen setzt. Eine Clutch bietet den perfekten Hintergrund für markante Verzierungen: gold- und silberfarbene Metallapplikationen, der Besatz mit Perlen und Schmucksteinen oder außergewöhnliche Schließen bilden einen ansprechenden Kontrast zum oft streng geometrischen Design.
Kontraste sind auch das Stichwort, wenn es um das perfekte Kleidungs-Match geht - vermeiden Sie lieber zu hohe Übereinstimmungen zwischen Tasche und übrigem Outfit. Die eckige Clutch macht sich besonders gut zu den weichen, fließenden Formen von Etuikleidern oder weiten Blusen. Und: auffällige Farben und Muster auf der Kleidung verlangen eher nach einer zurückhaltenden Clutch, während umgekehrt schlichte Outfits durch eine dominante Clutch enorm aufgewertet werden.
Für alle, die das Kramen nicht scheuen: Shopper
Sind Sie auch jemand, der gern alles parat hat und unbedingt Wasserflasche, Pullover und Tablet irgendwo verstauen muss? Dann brauchen Sie vor allem Stauraum - und den bietet Ihnen der klassische Shopper. Ihn allein mit Funktionalität zu verbinden, greift dabei zu kurz: dank des großen, flächigen Formats kommen auf ihm Muster und monochrome Farbgebung besonders gut zur Geltung. Aber auch verschiedenste Materialien dürfen ihre Stärken ausspielen: während geflochtenes Stroh oder Langflorteppich-Looks auf vielen anderen Taschen oft deplatziert wirken, blühen sie auf Shoppern geradezu auf.
Der Vorläufer des heutigen Shoppers bestand aus einem eher wenig attraktiven Material: Bauplane. Die "Boat and Tote" aus dem Jahr 1944 war zum Transport von Eis gedacht und hatte schon sehr viel von aktuellen Modellen - besonders die praktische und robuste Kastenform. In den folgenden Jahrzehnten avancierte der unprätentiöse Beutel zum ökologischen Statement: auf der Grundlage von Leinen statt Leder oder Kunststoff war sie eine Zeit lang das gute Gewissen der Taschenmode. Dass Shopper zu vielseitigen Design-Objekten mit eigenem Anspruch wurden, ist also eine ziemlich neue Entwicklung.
Ein Shopper kombiniert sich vergleichsweise einfach: da er in erster Linie für den Alltag gemacht ist, harmoniert er hervorragend mit Casual Looks und Denim. Verspielte, farbenfrohe Versionen sind die perfekte Ergänzung zu luftig-sommerlichen Maxikleidern, während schlichte Leder-Shopper sich auch gut zu Business-Outfits wie Blazern machen. Die unglaubliche Bandbreite von sportlich-lässig bis ausgesucht fein findet sich bei kaum einem anderen Taschenmodell.
Umhänge- und Schultertaschen
Sie sind wahrscheinlich das, was die meisten aufs Papier bringen würden, müssten sie eine Handtasche aus dem Gedächtnis zeichnen. Und diese Beliebtheit hat einen Grund, vereinen sie doch die Vorzüge vieler verschiedener Modelle. Zunächst ihre Größe: die liegt meist im mittleren Bereich zwischen Shopper und Clutch und bietet so weder zu viel noch zu wenig Platz. Ein weiterer Pluspunkt: durch die Henkel und/oder Schulterriemen haben Sie die Hände frei.
Stilistisch sind diesem Modell kaum Grenzen gesetzt: von sportlich-leger bis damenhaft-edel ist alles möglich. Das ist einer der Gründe dafür, dass sich dieses Herzstück der Handtaschenmode immer wieder neu erfindet - und die berühmtesten Taschen der Geschichte, etwa die "Jackie" von Gucci oder die "2.55" von Chanel, allesamt in diese Kategorie fallen.
Im Gegensatz zu den Clutches, die sich diese Saison hyperfeminin präsentieren, stehen hier eher velourslederne Oversize-Modelle im Boho-Style im Vordergrund. Aber auch konservative Schnitte wie die klassische Henkeltasche mit ihren klaren Linien feiern ein Comeback. Woran man definitiv nicht vorbeikommt, sind Charms: bunte Accessoires, die außen an der Tasche befestigt werden - die Bandbreite reicht dabei von Schlüsselanhängern über Tücher und Quasten bis hin zu Häkelfiguren.
Mit diesen Charms veredeln Sie Ihre Handtasche!

Crossbody Bags & Gürteltaschen
Ein schon länger anhaltender Trend in der Taschenmode sind die praktischen kleinen Bags, die man sich mit einem Gurt um die Hüfte oder quer über die Brust schnallen kann - ein urbaner und jugendlicher Style, gelebter Minimalismus. Das passt natürlich perfekt in unsere Tage.
Ein besonderer Vorteil liegt darin, dass Wertgegenstände schnell greifbar und durch das enge Anliegen am Körper auch bestens vor Diebstahl geschützt sind. Aus diesem Grund erfreuen sie sich nicht nur bei Festivalgängern großer Beliebtheit, sondern bei allen Frauen, die gern unkompliziert unterwegs sind: schon in der Antike galt der stilistische Vorgänger als das leichtestmögliche Reisegepäck. Schulterschmerzen sind aufgrund des geringen Gewichts praktisch ausgeschlossen.
Dabei sind die Kombinationsmöglichkeiten längst nicht nur auf legere Freizeit-Looks beschränkt: viele Taschen bieten sich mit ihrem auffälligen Design in kühlem Metallic-Leder, weichen Pastelltönen oder einer gesteppten Oberfläche als selbstbewusstes It-Piece an, das auch zur feineren Garderobe eine gute Figur macht.
Und wer von dieser kleinen Auswahl nicht genug bekommen hat, darf sich auf viele weitere Must-haves in unserem Onlineshop freuen!
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