Für welches Material man sich am Ende entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab: der Jahreszeit, der bevorzugten Haptik, aber natürlich auch der preislichen Ebene. Schauen wir uns also die verschiedenen Möglichkeiten und ihre Vor- und Nachteile einmal im Detail an.
Der wohl klassischste Grundstoff ist Kaschmir, das Haar der aus dem Himalaya stammenden Kaschmirziege. Die begehrte Unterwolle ist eines der feinsten Tierhaare überhaupt und begeistert mit seinen unvergleichlich weichen, wärmenden Eigenschaften bei erstaunlich niedrigem Gewicht. Da pro Tier jährlich nur etwa 150 Gramm Wolle abfallen, sind Schals aus Kaschmir ein luxuriöses Statussymbol, das seinen Preis hat und auch gewissenhafter Pflege bedarf.
Schaf- und Baumwolle wie auch Leinen sind zwar nicht ganz so warm wie Kaschmir, aber deutlich günstiger und als nachwachsende Naturfasern immer noch eine umweltfreundliche Wahl. Zwar verlangt Schafwolle (und besonders der edelste Vertreter, Merino) eine speziellere Reinigung als die sehr pflegeleichten Pflanzenfasern, dafür kommen auf ihr traditionelle Webmuster ausgesprochen gut zur Geltung.
Bei höheren Temperaturen ist Seide das Material der Wahl, da es auf der Haut einen leicht kühlenden Effekt hat. Sie wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen und ist ausgesprochen reißfest. Vor allem besticht sie durch die hohe Brillanz der Farben und die herrliche Haptik - nicht umsonst wird "seidig" auch in anderen Kontexten für weiche, fließende Texturen verwendet. Die fast völlige Knitterfreiheit sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Seide recht empfindlich ist und besonders unter dem Kontakt mit Wasser und hohen Abrieb leiden kann.
Kunstfasern gibt es wie Sand am Meer - Polyester, Elasthan, Polyacryl, Viskose und so weiter. Häufig werden sie untereinander kombiniert, um ihre jeweiligen Eigenschaften miteinander zu kombinieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: synthetische Fasern sind preisgünstig, strapazierfähig und pflegeleicht, zudem stets vegan.