Nachhaltigkeit in der Schuhbranche

Nachhaltigkeit - (k)ein Selbstläufer!?

Wollen wir nicht alle die Welt zu einem besseren Ort machen? Sicher. Und dafür müssen wir uns nicht direkt Photovoltaik aufs Dach packen oder ein Elektroauto kaufen. Es reicht schon, im täglichen Leben anzufangen - etwa bei den Schuhen, die uns durch den Alltag begleiten. Warum fällt es uns aber trotzdem oft so schwer, eine nachhaltige Wahl zu treffen?

Am Geld kann es dabei eigentlich nicht liegen, denn konventionell hergestellte Schuhe beliebter Labels sind oft deutlich teurer als nachhaltige Alternativen. Vielmehr wissen wir wahrscheinlich einfach zu wenig, um bewusst zu urteilen. Fehlende Transparenz und irreführende Labels vonseiten der Hersteller tun ihr Übriges. Vielleicht erwarten wir auch, dass nachhaltige Schuhe optisch weniger ansprechend sind.

Aber Nachhaltigkeit und Stilbewusstsein schließen sich nicht aus, sondern gehen Hand in Hand. Das Ganze ist dabei ein Projekt, an dem nicht nur der Hersteller mitarbeitet, sondern auch Händler und Konsument*innen. Schauen wir uns einmal an, was jeder Einzelne konkret tun kann.

Was sagt der Gesetzgeber?

Die Verantwortung für nachhaltiges Handeln allein beim Staat zu suchen, greift natürlich zu kurz. Dennoch sind in jüngster Zeit einige Gesetze verabschiedet worden, die etwas bewegen könnten auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität bis 2050:

  • EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR): In Zukunft dürfen Unternehmen unverkäufliche Waren nicht mehr vernichten und müssen einen digitalen Produktpass mit Produktinformationen (Material, Reparatur, CO2-Bilanz) einführen.

  • Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD): Größere Unternehmen müssen ausführliche Nachhaltigkeitsberichte erstellen, inklusive Umwelt- und Sozialstandards.

Unsere Hersteller

Als Schöpfer des Schuhs liegt die Hauptverantwortung für Nachhaltigkeit beim Hersteller, mag man meinen. Und tatsächlich haben diese vom Design über die Auswahl der Materialien bis zur Verarbeitung und Verpackung einen großen Einfluss darauf, welchen ökologischen Fußabdruck der Schuh am Ende hinterlässt.

  • Das Design: Auch, wenn Sneaker aus vielen verschiedenen Komponenten modisch voll im Trend liegen und ansprechend aussehen - besonders nachhaltig ist das nicht. Denn solche Schuhe lassen sich nur schwer reparieren und recyceln. Besser sind sogenannte Monomaterialien, die man nicht mit hohem Aufwand voneinander trennen muss.

  • Das Material. Bei der Herstellung der Materialien fallen üblicherweise zahlreiche Chemikalien an, von denen einige dauerhaft die Umwelt schädigen können. Leder wird z.B. oft mit Chrom gegerbt, wasserabweisende Textilien mit PFAS beschichtet, Kunststoffe mit Weichmachern versehen. Hier lohnt es sich, auf umweltfreundliche Verfahren zu setzen, wie sie z.B. die Labels Veja oder Puraai nutzen.

  • Die Herstellung. Klar, die Vorstellung einer kleinen Schuhmacherwerkstatt, in der jeder Arbeitsschritt von Hand ausgeführt wird, ist romantisch - nur entspricht er leider meist nicht der Realität. Häufig werden Schuhe maschinell unter hohem Energieaufwand hergestellt. Da ist es gut, wenn der benötigte Strom aus erneuerbaren Energien stammt.

Wir als Händler

Wir bei Zumnorde sind die Zwischenstation, die Hersteller und Sie als Kund*innen miteinander verbinden. Wir sind also maßgeblich für die Logistik verantwortlich - ein Bereich, der einen wesentlichen Teil der Emissionen verursacht.

  • Der Versand. Wir optimieren ständig unseren Versandprozess, um die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten. So sind wir stets auf der Suche nach noch umweltfreundlicherem Verpackungsmaterial und versenden CO2-neutral mit DHL GoGreen. In Münster selbst setzen wir auf unseren Partner Leezenheroes, der die Pakete nicht nur stilecht, sondern auch emissionsfrei mit dem Fahrrad ausliefert.

  • Die Wurzeln vor Ort. Als Unternehmen, das seit über 135 Jahren in Münster ansässig ist, nehmen wir auch unsere soziale Verantwortung wahr und schaffen Arbeitsplätze in ganz Deutschland. Auf unsere über 650 Mitarbeitende an mehr als 25 Standorten sind wir besonders stolz.

Sie als Kund*in

Sie selbst stehen bildlich gesprochen zwar ganz am Ende der Lieferkette, das heißt aber nicht, dass Sie in Sachen Nachhaltigkeit keinen Einfluss hätten. Ganz im Gegenteil - Ihr Einfluss ist enorm, denn Sie treffen die Kaufentscheidung.

  • Die Auswahl. Schätzungen zufolge produziert jeder von uns 100 Gramm Mikroplastik im Jahr - nur durch den Abrieb synthetischer Schuhsohlen. Hier Alternativen wie Leder zu wählen, kann also schon einen Unterschied machen. Zudem lohnt es sich, auf Reparierbarkeit zu achten: gut verarbeitete Modelle kann man viele Jahre lang tragen, wenn man sie von Zeit zu Zeit zum Schuster bringt.

  • Die Pflege. Auch, wenn es nach Binsenweisheit klingt: regelmäßige Schuhpflege verlängert die Lebensdauer eines Modells massiv. Das beginnt bereits damit, die Schuhe stets vollständig trocknen zu lassen, bevor man sie wieder anzieht - von außen wie von innen. Regelmäßiges Imprägnieren, das Auftragen von Pflegemitteln sowie die Verwendung von Schuhspannern machen sich ebenfalls bezahlt.

  • Das Recycling. Viele Schuhe sind noch in gutem Zustand, gefallen aber einfach nicht mehr - das ist ganz normal. Aber warum sie gleich wegschmeißen, wenn man sie auch an soziale Einrichtungen spenden und ihnen so ein zweites Leben schenken kann?

Klar ist: bei sehr günstigen Schuhen rentiert sich eine Reparatur häufig gar nicht - sie werden schnell weggeworfen und neu gekauft, wodurch man am Ende sogar draufzahlt. Hochwertige Schuhmode bietet also stets einen Mehrwert - für die Umwelt und für Ihren Geldbeutel.

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Klar ist: bei sehr günstigen Schuhen rentiert sich eine Reparatur häufig gar nicht - sie werden schnell weggeworfen und neu gekauft, wodurch man am Ende sogar draufzahlt. Hochwertige Schuhmode bietet also stets einen Mehrwert - für die Umwelt und für Ihren Geldbeutel. hero image